Hausfreunde

Vom Bett aus sehen wir eines Abends, wie erst einige Dutzend, und plötzlich Hunderte von Ameisen durch den Spalt unter der Tür hereinkommen. Beim Blick in den Flur sehe ich ein breites Band, das hinter einem der Dachbalken hervorquillt, die Wand hinab marschiert und in unser Schlafzimmer strömt. Ich stürme ins Bad, hole die Flitspritze, um hinter den Balken zu sprühen, doch dann lasse ich es bleiben. Inzwischen drängen Tausende Insekten zwischen den Ziegeln hervor und wälzen sich die Wand hinunter auf unser Schlafzimmer zu. Lulú und ich flüchten nach unten ins Wohnzimmer und warten, bis die Armee durchs Haus gerollt ist. Am nächsten Morgen sind sie verschwunden, als wären sie nie dagewesen.

 

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